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NaNoWriMo 2012 startet am 1. November

Habt ihr schon vom NaNoWriMo gehört? Das ist für viele Autoren eines der heißesten Monate des Jahres. Beim NaNoWriMo liefert man sich einen Wettkampf mit sich selbst. Als Schreiber wettet man, dass man es schafft, innerhalb von 30 Tagen mindestens 50 000 Wörter zu schreiben. Das sind bei 50 000 / 30 durchschnittlich ca. 1667 Wörter pro Tag. Das bedeutet nicht, dass man diese 1667 Wörter jeden Tag schreiben muss. Es dürfen auch mal 2000 und am nächsten Tag 1300 getippt werden, am Abend des 30.11.2012 müssen es in Summe 50 000 Wörter sein.

Im Forum und auf der NaNoWriMo Anmeldeseite kann man einiges darüber lesen, wie es Autoren in den letzten Jahren dabei ergangen ist. Wichtigster Tipp gleich vorweg:

Vorausplanen!

Vorausplanen bedeutet, man sollte den Plot des zu schreibenden Romans bereits möglichst genau festgelegt haben, so z. B. die Handlungsstränge, die Figuren, Szenerie und am Besten auch die einzelnen Kapitel. Gut wäre eventuell auch, die grobe Länge einzelner Kapitel einschätzen zu können und sie sich als Meilensteine in einem Kalender einzutragen. So kann man gut erkennen, wie man in der Zeit liegt und ob man etwas Puffer herausgearbeitet hat.

Zweit wichtigster Tipp: Nichts editieren, überarbeiten, etc. – sondern einfach nur tippen!

Nichts editieren bedeutet, dass man in diesem Monat nur neue Wörter tippt und nicht den bereits vorhandenen Text überarbeitet oder Kapitel löscht, etc. Dafür sind erst der Dezember und die Wochen nach dem NaNoWriMo gedacht. Ansonsten könnte es passieren, dass man einige Kapitel geschrieben hat und sobald man mit seiner Geschichte nur mehr schwer vorankommt, einem das Editieren plötzlich unheimlich viel Spaß macht und man erst nach einigen Stunden merkt: Hoppla! Ich hätte statt dem Editieren heute locker 1200 Wörter mehr schaffen können! Vielleicht hilft es auch, die Rechtschreibkorrektur in seinem Schreibprogramm zu deaktivieren oder ein Programm zu verwenden, dass nichts außer dem Text darstellt, also auch keine speziellen Formatvorlagen verwendet.

Was ist sonst noch wichtig zu wissen?

Ohne dafür zu viel Zeit zu opfern, wäre es sinnvoll, sich mit anderen NaNoWriMos zu vernetzen und sich gegenseitig Tipps und Motivation zu geben. In vielen Städten werden auch wöchentliche Schreibtreffs abgehalten, wo man einige Stunden lang schreibt, anderen beim Plotten hilft oder selber Hilfe bekommt und über seine Texte sprechen kann. Die NaNoWriMo Seite empfiehlt außerdem, möglichst vielen Freunden, Bekannten und Verwandten von seinem Vorhaben zu erzählen. Das soll ordentlich über Durststrecken hinweg motivieren, wenn man daran denken muss, wie blöd man dasteht, wenn alle Anfang Dezember fragen: Und hast du’s geschafft?
Einige der alten Hasen schreiben, dass die erste Woche des NaNoWriMo noch locker von den Fingern tippen geht, die zweite Woche aber die härteste ist. Hier hat man eventuell die ersten Hänger in der Handlungsentwicklung, man bemerkt, wie viel Zeit fürs Schreiben drauf geht. Außerdem merkt man in der zweiten Woche, wie schmutzig die Wohnung ist, dass da noch ein nicht zusammengebautes Regal in der Ecke steht, man seinen Computer ausmisten sollte und man seine ganzen alten Freunde schon lange nicht mehr angerufen oder auf Facebook belästigt hat. Hier muss man sich zusammenreißen und immer wieder an den Computer setzen und schreiben, bis die Finger glühen.
Ab der dritten Woche wird es wieder besser, der Zieleinlauf ist bereits am Horizont grob zu erkennen.
In der vierten und letzten Woche ist man – vor allem wenn man halbwegs im Plan ist – top motiviert sein Projekt tatsächlich abzuschließen und kann schon grob planen, wo man seine Urkunde aufhängen möchte (bloß nicht zu viel Zeit damit verschwenden …).

Warum 50 000 Wörter?

Diese Zahl an Wörtern ist vor allem im Amerikanischen eine weitverbreitete Länge für Novellen. Bei uns im deutschsprachigen Raum erleben die Novellen gegenüber klassischen dicken Buchromanen (~ 100 000 Wörter) dank der E-Books einen großen Aufschwung. Eventuell könnte man für den NaNoWriMo ein Jugendbuch geplant haben. Dafür hat Deborah Halverson in ihrem Buch „Writing Young Adult Fiction For Dummies“ (Amazon Verkaufsseiten (sponsored Links): Taschenbuch und Kindle E-Book) dank zahlreicher Fallstudien herausgefunden, dass 40 000 bis 60 000 Wörter die Ideallänge sind, wie hier auf dem Cheetsheet des Buches zu lesen ist:: http://www.dummies.com/how-to/content/writing-young-adult-fiction-for-dummies-cheat-shee.html

Ganz einfacher weiter Grund: weil für viele Autoren bei 50 000 Wörtern im Monat das Limit erreicht ist, bei dem noch etwas halbwegs Verwertbares herauskommt. 🙂

Was gibt es zu gewinnen?

Einen fertigen Roman. Fertig insofern, dass er noch einige Male überarbeitet werden muss und wohl nur so vor Fehlern strotzt. Der wichtigste Arbeitsschritt ist aber getan.
Einige Autoren berichten, dass sie durch den NaNoWriMo so sehr in einen Arbeitsmodus hineinkommen, dass sie weiterhin das Verlangen spüren, jeden Tag tippen zu müssen. Bei vielen hat sich auch dadurch erst ein Tagesablauf eingespielt, wo das Schreiben einen fixen Bestandteil einnimmt (z. B. morgens vor dem Frühstück, abends vor dem Schlafengehen, …).
Und jeder Teilnehmer, der erfolgreich teilgenommen hat, bekommt eine Urkunde, die er stolz aufhängen kann.

 

4 Kommentare

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