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Besser Schreiben: Charaktere benennen

Sind Sie gerade dabei, einen neuen Plot auszudenken und hängen Sie wieder mal bei den Charakternamen, so habe ich vielleicht einigen nützliche Tipps für Sie.

Das finden von passenden Namen für die Charaktere ist oft eine sehr schwierige Sache beim Ausdenken eines Plots. Oft hat man ein grobes Grundgerüst im Kopf, wie eine Geschichte ablaufen soll. Die Vornamen von Hauptcharakteren sind meist schnell gefunden, bei Nachnamen wird es schon schwieriger und die Namen für weniger wichtige Figuren sind oft die schwierigsten. Sie sollen schließlich genau zu den Charakteren passen.

Denkt man sich einen Plot aus, so sollte einem bereits die grobe Zielgruppe für die Geschichte klar sein. Also vor allem die Altersklasse wie z. B. Kinder, die gerade lesen gelernt haben, über jugendliche, junge Erwachsene bis hin zu erwachsenen Lesern oder vielleicht schreibt man ein Buch, dass für Senioren gedacht ist.

Handelt es sich um ein Buch für junge Kinder, kann es manchmal praktisch sein, die gröbsten Charakterzüge im Namen einer Figur zu verpacken. Sehr gut macht dies z. B. Thomas Brezina in vielen seiner Büchern (Fritz Fantom oder Rudi Ratte als Bösewichte; Tom Turbo, das schnelle Fahrrad). Ansonsten sollte noch klar sein, dass Charaktere in Kinderbüchern einfache und kurze, prägnante Namen haben sollten. Praktisch zur Namensfindung könnte hier vielleicht eine Statistik mit den häufigsten Namen aus dem Zielland sein.

Egal für welche Zielgruppe: Namen sollten zumindest in der verfassten Sprache leicht auszusprechen sein, da viele „phonetisch“ lesen und sich selbst oder einem fiktivem Zuhörer das Buch in Gedanken vorlesen. Weitere Sprachen, in die der Text eventuell übersetzt wird, sind zu beachten. Bei einigen Büchern werden jedoch die Namen für jede Übersetzung adaptiert, wie z. B. bei George R.R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ (Game of Thrones) ganze Adelshäuser für die deutsche Übersetzung umgetauft wurden.

Haben Sie einen guten Namen gefunden und ist er kein allerwelts Name, dann sollten Sie ihn in mal bei Google nachschlagen, ob vielleicht nicht eine prominente Person mit diesem Namen existiert. Es käme vielleicht nicht gut an, wenn Sie einen Bösewicht mit diesem Namen taufen und so die Fans dieser Person verschrecken. Wenn Sie bei Google & Co. suchen, können Sie den Namen mit zwei Anführungszeichen umschließen, damit er in der genau selben Schreibweise gesucht wird.

Es gibt zahlreiche hilfreiche Werkzeuge wie Namensgeneratoren, von denen man sich inserieren lassen kann. Die besseren Werkzeuge haben Einstellungsmöglichkeiten wie z. B. Sprache, Herkunft und Geschlecht, damit man für seinen Roman noch bessere Ergebnisse bekommt. Es gibt sogar Generatoren für komplette zufällige Personenprofile inkl. Adresse, Beruf, Persönlichkeitsmerkmale.

Hier einige Tools:

http://de.fakenamegenerator.com/ – Generiert eine Zufallsperson inkl. Adresse, Körpergröße, Kreditkarte, Auto, Handynummer,…
Einstellungsmöglichkeiten: Geschlecht, Sprache und Herkunft.

http://www.behindthename.com/random/ – Genertiert Namen nach einer großen Auswahl an Herkunftsländern. Es können auch Namen mit mehreren Vornamen generiert werden – den Mittelnamen als Initiale geschrieben macht manchmal Charaktere interessant: Homer J. Simpson, George R. R. Martin,…

http://gangstaname.com/names/pirate – Spuckt zu „normalen“ Namen eine Gangsterversion aus. Manchmal nützlich um einen Bösewicht zu benennen, aber leider nur englische Namen.

http://www.vorname.com/babynamen_generator.html – Wenn es nur um den Vornamen z. B. für eine Nebenfigur (Familienmitglied der Hauptfigur) geht, können Babynamensgeneratoren nützlich sein.

Kennt ihr noch weitere brauchbare Tools, so schreibt sie bitte in den Kommentarbereich!

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